Der Campus Hubland Nord der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) erhält künstlerischen Zuwachs: Mit der bereits realisierten Installation „SCRIPT“ vor dem Zentrum für Philologie und Digitalität (ZPD) sowie dem geplanten Kunstwerk „Jungfernflug“ entstehen gleich zwei neue Beiträge zur Initiative „Kunst am Bau“.

Ziel dieser Initiative ist es, bei öffentlichen Bauvorhaben einen festen Anteil der Baukosten für künstlerische Arbeiten vorzusehen. Am Campus Hubland Nord wurde dieses Konzept nun erfolgreich umgesetzt. Insgesamt fördert der Freistaat Bayern die beiden Kunstprojekte mit 325.000 Euro. In den jeweiligen Wettbewerbsverfahren setzten sich die ausgewählten Entwürfe gegen eine Vielzahl starker Einreichungen durch.

„SCRIPT“: Skulptur zwischen Sprache und Digitalität

Vor dem ZPD steht seit Kurzem die Skulptur „SCRIPT“ des Künstlers Daniel Widrig. Die spiralförmige Installation aus wetterfestem Cortenstahl greift thematisch die Verbindung von Sprache, Schrift und Digitalität auf. Die Spiralform steht dabei sinnbildlich für Raum und Zeit, Entwicklung und Kontinuität.

Die Jury überzeugte insbesondere die dynamische Wirkung der Skulptur, die zugleich kraftvoll und filigran erscheint und unterschiedliche Assoziationen zulässt. In ihrer abstrakten Form schlägt „SCRIPT“ eine Brücke zwischen jahrtausendealtem Wissen und zeitgenössischen Fragestellungen – und passt damit in besonderer Weise zum Profil des ZPD, das Informatik, Digital Humanities und Geisteswissenschaften miteinander verbindet.

„Jungfernflug“ als neue Landmarke

In unmittelbarer Nähe soll mit „Jungfernflug“ ein weiteres Kunstwerk entstehen. Die Skulptur der Künstlerin Pascale Feitner zeigt die Flügel einer Libelle aus Stahl und ist als weithin sichtbare Landmarke auf einer kleinen Anhöhe geplant. Der Entwurf setzte sich in einem zweiphasigen anonymen Wettbewerbsverfahren gegen insgesamt 128 weitere Vorschläge durch.

Die Jury würdigte vor allem die Aufbruchssymbolik der filigranen Flügel, die als Sinnbild für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts gut zur Situation vieler Studierender passe. Das Material Stahl ermögliche zudem eine feine Gitterstruktur mit spannenden Licht- und Schatteneffekten sowie wechselnden Perspektiven. Die Fertigstellung von „Jungfernflug“ ist bis spätestens Herbst 2026 vorgesehen.

Weitere Hintergründe zur „Kunst am Bau“ und zu den beiden Projekten bietet der aktuelle einBLICK.

Links: „SCRIPT“ vor dem ZPD. Rechts: Modell von „Jungfernflug“. (Bild: Staatliches Bauamt Würzburg / Pascale Feitner)