Vor 125 Jahren erhielt Wilhelm Conrad Röntgen den ersten Nobelpreis der Geschichte – ein wissenschaftlicher Meilenstein, der eng mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg verbunden ist. Röntgen war der erste von insgesamt 14 Forschenden, die in Würzburg gelehrt oder geforscht haben und mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Ihnen widmet die Universität nun die Ausstellung „Ausgezeichnet! 14 Würzburger Nobelpreisträger – geniale Köpfe, die die Welt veränderten“.
Die Ausstellung ist 2026 an mehreren öffentlich zugänglichen Orten in Würzburg zu sehen und zeichnet die Nobelpreisgeschichte der Universität nach. Zwölf allgemeinverständliche Informationstafeln stellen die zentralen wissenschaftlichen Durchbrüche kompakt vor und zeigen, wie stark diese bis heute in Medizin, Natur- und Technikwissenschaften sowie im Alltag nachwirken. Neben Röntgen werden unter anderem Svante Arrhenius, Wegbereiter der modernen Elektrochemie, sowie Harald zur Hausen porträtiert, dessen Forschung zu Humanen Papillomviren die Grundlage für die Entwicklung einer Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs schuf.
Zugleich wirft die Ausstellung einen Blick auf die Einordnung der Nobelpreise in den historischen Kontext und thematisiert auch strukturelle Fragen – etwa die bislang fehlende Auszeichnung einer Frau unter den Würzburger Nobelpreisträgern. Entwickelt wurde das Projekt von der Pressestelle in Zusammenarbeit mit dem Universitätsarchiv.
Die Ausstellung ist kostenfrei zugänglich und wandert im Laufe des Jahres durch verschiedene Standorte in der Stadt und auf den Campus. Sie markiert zugleich den Auftakt eines wichtigen Jahres für die Universität: Die JMU befindet sich aktuell in der finalen Phase der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern mit dem Ziel einer Förderung als „Exzellenzuniversität“.
Weitere Informationen zur Ausstellung, zu den Terminen und zum historischen Hintergrund finden Sie im aktuellen einBLICK.

