Wie lässt sich Mobilität an der Universität nachhaltiger gestalten? Wie können Ressourcen wie Büro- und Labormöbel effizienter genutzt werden? Und wie kann Digitalisierung den Zugang zu wissenschaftlichem Wissen erleichtern? Mit diesen Fragen beschäftigen sich mehrere studentische Transformationsexperimente am Nachhaltigkeitslabor WueLAB der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Das WueLAB wurde 2021 gegründet, um eine Kultur der Nachhaltigkeit an der Universität systematisch zu fördern. Aktuell laufen 16 Transformationsexperimente, von denen fünf unter studentischer Leitung stehen. Ziel ist es, wissenschaftsbasiert konkrete Veränderungen innerhalb der Universität und darüber hinaus anzustoßen – transdisziplinär, praxisnah und in enger Vernetzung mit Stadtgesellschaft und weiteren Statusgruppen der Hochschule.
Forum Mobilität: Bedarfsorientierte Lösungen für Campus und Stadt
Ein neues Projekt ist das „Forum Mobilität“, initiiert aus der Studierendenvertretung heraus. Es versteht sich als offene Plattform, auf der Initiativen und Impulse rund um hochschulische Mobilität gebündelt werden. Angesichts eines weitläufigen Campus am Hubland und weiterer über das Stadtgebiet verteilter Standorte soll gemeinsam mit allen Beteiligten ein bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot weiterentwickelt werden. Dabei sucht das Forum gezielt den Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft.
CampusMöbel: Ressourcen digital vernetzen
Mit „CampusMöbel – eine digitale Möbelverwendungskette“ startet ein weiteres studentisches Experiment. Ziel ist eine webbasierte Plattform, über die nicht mehr benötigte Büro- und Labormöbel universitätsintern weitergegeben werden können. Bestände sollen sichtbar gemacht, Angebot und Bedarf vernetzt und der Weitergabeprozess vereinfacht werden. So erhalten Möbel ein „zweites Leben“, Neuanschaffungen werden reduziert und Ressourcen geschont.
Pussel und W(u)eShare: Wissen zugänglich machen und teilen
Das Projekt „Pussel“ entwickelt eine KI-gestützte Lesehilfe, die komplexe Forschungspaper mithilfe eines Large Language Models modular und verständlich aufbereitet. Die Anwendung richtet sich an Studierende, Forschende und weitere Zielgruppen, die wissenschaftliche Inhalte effizienter erschließen möchten.
Mit „W(u)eShare“ wird zudem das Prinzip der Shared Economy auf dem Campus erprobt. Ein erster Tauschschrank am Campus Nord ermöglicht das Teilen und Tauschen von Gegenständen; weitere Angebote – etwa ein Verleihschrank für Sport- und Spielgeräte – sind geplant. Ergänzt wird das Sharing-Angebot durch Pflanzentauschregale und das Lastenrad „Anton“, das am WueLAB ausgeliehen werden kann.
Die Transformationsexperimente zeigen, wie Studierende aktiv zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Universität beitragen – organisatorisch unterstützt und wissenschaftlich begleitet durch das WueLAB.
Weitere Informationen zu den Projekten und Hintergründen finden Sie im aktuellen einBLICK.

