Beim 3. Healthcare Hackathon in Würzburg stand die Entwicklung digitaler Lösungen für konkrete Herausforderungen im medizinischen Alltag im Mittelpunkt. Rund 40 Teilnehmende – darunter Ärztinnen und Ärzte, IT-Fachleute sowie Studierende – kamen Ende März im Skyline Hill Center zusammen, um innerhalb von 48 Stunden innovative Ansätze für die Gesundheitsversorgung zu erarbeiten.

Die Veranstaltung, an der auch die Julius-Maximilians-Universität Würzburg beteiligt ist, zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in interdisziplinärer Zusammenarbeit liegt. In insgesamt elf praxisnahen Challenges wurden Ideen entwickelt, diskutiert und häufig direkt als Prototypen umgesetzt. Ein klarer Trend zeichnete sich dabei ab: Künstliche Intelligenz spielte in vielen Projekten eine zentrale Rolle.

Den ersten Platz sicherte sich das Team CareTechCollective mit der Anwendung „LabEfficient“. Die Lösung nutzt KI, um eingehende Laborbefunde – häufig noch per Fax – automatisiert auszulesen, zu strukturieren und relevante Auffälligkeiten hervorzuheben. Damit kann der klinische Arbeitsalltag spürbar entlastet und die Effizienz in der Befundauswertung gesteigert werden.

Auch der zweite Platz ging an ein KI-basiertes Projekt: Das Team Helix entwickelte mit „SkinStager“ ein System zur objektiveren Beurteilung von Hauttumoren. Mithilfe automatisierter Bildanalyse werden Aufnahmen vereinheitlicht, auffällige Bereiche erkannt und messbar gemacht – eine wichtige Grundlage für eine verlässlichere Verlaufskontrolle in der medizinischen Praxis.

Den dritten Platz belegte ein studentisches Team der Universität Würzburg mit der App „NutriCare Kinderonkologie“. Ziel ist es, Mangelernährung bei krebskranken Kindern frühzeitig zu erkennen. Durch die kontinuierliche Erfassung und Auswertung relevanter Daten können kritische Entwicklungen schneller identifiziert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Der Hackathon verdeutlichte nicht nur die Innovationskraft im Bereich digitaler Gesundheitslösungen, sondern auch die Bedeutung eines starken regionalen Netzwerks aus Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft. Die enge Zusammenarbeit schafft ideale Voraussetzungen dafür, dass aus ersten Ideen langfristig marktfähige Anwendungen entstehen können.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Partnern aus Universität, Universitätsklinikum sowie regionalen Innovations- und Gründerzentren. Der Healthcare Hackathon entwickelt sich damit zunehmend zu einer Plattform, auf der zukunftsweisende Lösungen für die Medizin von morgen entstehen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Projekten finden Sie im einBLICK.

Die drei Siegerteams des 3. Würzburger Healthcare Hackathons. (Bild: Jörg Fuchs / UKW)