Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und ihren Partnern in Tansania wird fortgesetzt: Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert das Else Kröner Center Würzburg-Mwanza für weitere zweieinhalb Jahre mit 850.000 Euro. Seit seiner Gründung vor mehr als sechs Jahren hat sich das Zentrum zu einem wichtigen Bestandteil der deutsch-tansanischen Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Gesundheitsversorgung entwickelt.

In der ersten Förderphase wurden unter anderem Austauschprogramme für Medizinstudierende und Ärztinnen und Ärzte etabliert, ein bilaterales Masterprogramm aufgebaut und Forschungsprojekte vorangetrieben. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung der Schistosomiasis rund um den Victoriasee. Die Bevölkerung wurde über die Erkrankung informiert, untersucht und behandelt, während medizinisches Personal geschult und die Versorgung vor Ort verbessert wurde.

In der zweiten Förderphase soll das Schistosomiasis-Programm auf den gesamten Ukerewe-Distrikt ausgeweitet werden. Ziel ist es, rund 400.000 Menschen in 62 Dörfern regelmäßig Untersuchungen und Behandlungen zu ermöglichen. Erstmals sollen dabei auch Kinder unter fünf Jahren einbezogen werden. Gleichzeitig wird die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Mwanza ausgebaut.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Nachhaltigkeit der aufgebauten Strukturen. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sollen nach ihrer Promotion ihre Expertise an der Partneruniversität in Mwanza einbringen. Auch die medizinischen Programme sollen schrittweise stärker in die Verantwortung der lokalen Partner übergehen.

Die Projektleitung bleibt bei der Medizinischen Fakultät der JMU. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg, medmissio und der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe arbeitet sie mit der Catholic University of Health and Allied Sciences und dem Bugando Medical Centre in Mwanza zusammen.

Weitere Informationen dazu gibt es im einBLICK.

Fischerboote am Ufer des Victoriasees in Tansania. Der Kontakt mit dem Süßwasser birgt die Gefahr einer Infektion mit Schistosomen, die zu einer schweren parasitären Erkrankung führen können. (Bild: Franziska Kammer / Universität Würzburg)