Ein wichtiger Meilenstein im Wettbewerb um den Status als Exzellenzuniversität ist erreicht: Mitte April 2026 war die Universität Würzburg Gastgeberin für ein internationales Gutachtergremium. Die zweitägige Begehung am 15. und 16. April bildete den letzten entscheidenden Schritt im Auswahlverfahren der bundesweiten Exzellenzstrategie.
Bereits Ende 2025 hatte die Universität ihren umfassenden Antrag beim Wissenschaftsrat eingereicht. Darin legt sie dar, wie sie ihre Stärken in Forschung und Lehre weiter ausbauen und strategisch weiterentwickeln möchte. Während dieser Antrag die konzeptionelle Grundlage bildet, stand bei der Begutachtung nun die praktische Umsetzung im Fokus: Wie werden die formulierten Ziele im universitären Alltag gelebt? Welche Strukturen und Rahmenbedingungen tragen zur wissenschaftlichen Exzellenz bei?
Das internationale Expertengremium – bestehend aus renommierten Forschenden sowie Vertreterinnen und Vertretern des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft – verschaffte sich vor Ort ein umfassendes Bild. Neben einer zentralen Präsentation durch die Universitätsleitung fanden zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Statusgruppen statt, darunter Forschende, Studierende, Gremien sowie nationale und internationale Kooperationspartner. Auch Vertreter aus Politik und Universitätsrat waren in den Austausch eingebunden.
Die Universitätsleitung zieht ein positives Fazit: Die intensive Vorbereitung und das große Engagement zahlreicher Beteiligter hätten dazu beigetragen, die Stärken der Universität überzeugend zu präsentieren. Besonders hervorgehoben wurden die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die hohe Forschungsqualität sowie der Anspruch, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten.
Die Entscheidung über die Vergabe des Exzellenzstatus fällt Anfang Oktober 2026. Insgesamt stehen bundesweit elf Bewerbungen im Wettbewerb, von denen maximal fünf neu ausgewählt werden. Im Erfolgsfall würde die Förderung ab 2027 beginnen und der Universität über mehrere Jahre hinweg zusätzliche finanzielle Spielräume eröffnen.
Unabhängig vom Ausgang unterstreicht der Prozess bereits jetzt die strategische Weiterentwicklung der Universität und ihren Anspruch, wissenschaftliche Exzellenz nachhaltig zu stärken.
Weitere Informationen zur Exzellenzbewerbung und zur Begutachtung finden Sie im einBLICK.

